Irgendwo da draußen gibt es Paare, die die Hochzeitsplanung entspannt angehen. Wir gehen davon aus, dass ihr nicht dazu gehört — deshalb ist diese Checkliste so gebaut, dass ihr nie das Gefühl habt, etwas vergessen zu haben. Keine inspirierenden Einstiegsworte, keine Füllsätze. Nur was ihr wann braucht.
Die Phasen sind nach Vorlaufzeit sortiert — wer früh anfängt, hat mehr Spielraum. Wer weniger als 12 Monate hat: kein Problem, schaut einfach was noch offen ist und hakt es ab.
12–18 Monate vorher
Setzt euch hin — beide — und legt ein realistisches Budget fest. Nicht das Traumbudget. Das echte.
Ungefähre Gästezahl eingrenzen: 30 oder 130 macht einen riesigen Unterschied bei Location und Catering.
Wunschdatum festlegen (inkl. Ausweichdatum) — Samstage im Juni/Juli sind 18 Monate vorher schon knapp.
Locations besichtigen. Mindestens drei, bevor ihr unterschreibt.
Trauzeugen fragen. Die brauchen Zeit zur Vorbereitung.
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Die Location ist der Domino-Stein, der alle anderen umwirft: Sie bestimmt Datum, Kapazität, Catering und oft auch den Stil. Bucht sie zuerst — alles andere hängt daran.
9–12 Monate vorher
Hochzeitsfotografen buchen. Gute sind ein Jahr im Voraus ausgebucht — kein Witz.
Catering klären: eigene Küche der Location, externer Caterer oder Foodtruck? Kostproben einplanen.
DJ oder Live-Band anfragen. Band braucht mehr Vorlauf als ein DJ.
Save-the-Dates verschicken — besonders wichtig, wenn Gäste weit weg wohnen oder ihr im Ausland heiratet.
Brautkleid-Suche starten. Lieferzeiten von 4–6 Monaten sind normal, Änderungen kommen noch dazu.
6–9 Monate vorher
Einladungen gestalten und drucken lassen — plant 4–6 Wochen Produktionszeit ein.
Einladungen verschicken, mindestens 3 Monate vor der Hochzeit.
Floristen kontaktieren: Brautstrauß, Tischdeko und Kirchenschmuck sollten ein stimmiges Bild ergeben.
Hochzeitstorte bestellen — Kostproben bei zwei bis drei Konditoren machen.
Friseur und Makeup buchen, Probestyling einplanen.
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Beim Probestyling geht es nicht darum, perfekt auszusehen — es geht darum zu wissen, was ihr NICHT wollt. Plant es 2 Monate vorher, damit ihr noch Zeit für Korrekturen habt.
3–6 Monate vorher
RSVP-Rückmeldungen sammeln und nachfassen. Setzt eine klare Deadline.
Sitzplan erstellen — das dauert länger als gedacht und funktioniert nur mit der finalen Gästeliste.
Menü und Ernährungsbesonderheiten (vegan, Allergien) an den Caterer melden.
Hochzeitswebsite erstellen und Live stellen — Anfahrt, Hotelempfehlungen, RSVP.
Probelauf der Trauung planen, damit alle wissen wo sie wann sein sollen.
1–3 Monate vorher
Abschlussanprobe für Kleid und Anzug.
Tischkarten und Menükarten drucken — erst wenn der Sitzplan wirklich final ist.
Dankeskarten bestellen (vor der Hochzeit — nach der Hochzeit fehlt die Energie).
Flitterwochen buchen falls noch nicht erledigt. Visum, Reiseversicherung, gültige Dokumente prüfen.
Finale Absprachen mit allen Dienstleistern: Zeitplan, Anlieferung, Kontaktpersonen.
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Macht eine Liste aller Dienstleister mit Telefonnummern — für euch und eure Trauzeugen. Am Hochzeitstag wollt ihr nicht suchen, wen ihr bei Fragen anruft.
Die letzte Woche
Koffer packen. Früh. Damit ihr in den letzten Tagen nichts mehr suchen müsst.